28 e 29 Marzo

Seminario di formazione per operatori

Beckenbodenschmerzen

Beckenbodenschmerzen treten sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf. Die Ursachen können von einem Sturz auf das Steißbein kommen, eine sitzene Tätigkeit sein, Stress, exzessiver Sport. Manchmal sind es auch Übungspraktiken, bei denen, um die Wirbelsäule zu schützen, empfohlen wird das Becken in Retroversion zu halten. Wenn das ins Alltagsleben übertragen wird kann der Beckenboden auf diese Weise in permanente Anspannung versetzt werden.

Wiethaler_Weibliches Becken
Bild mit freundlicher Genehmigung : www.3bscientific.com

Die Methode

Die Entspannungsmethode hat einen nicht-invasiven Ansatz, der das Körperbewusstsein schult.

Dies erlaubt der betroffenen Person während der Übungen dem Geschehen zu folgen. Ein anfängliches Gespräch über Bewegungsvorlieben, Sport, Haltung beim Gehen und in der Arbeit, gibt weiteren Aufschluss darüber, mit welchen Übungen ich beginne. Bei jedem Menschen gehe ich auf die spezifische Situation und das Lerntempo ein.
Der/die Klient/in lernt die Bewegungsmöglichkeiten der beiden Beckenhälften kennen, und lernt auch das Steißbein in Bewegung zu versetzen. Dadurch wird unterschiedlicher Muskeltonus, wie auch Kontraktion oder Extension deutlich, und kann langsam gesteuert werden.

Da der Beckenboden und das Zwechfell zusammenarbeiten, werden die Übungen von einer Atmung begleitet, die das Entspannen des Beckenbodens weiterhin fördert.
Mit dem Ansatz aus verschiedenen Richtungen, kann im Becken Raum entstehen, der oft entzündete Pudendus Nerv heilen, und die Muskulatur lernt ihre Spannung wieder zu modulieren. Das ist besonders bei Männern oft eine neue Erfahrung, denn sie erleben ihr Becken meist eng und wenig beweglich.
Bälle in verschiedenen Größen begleiten die Übungen, sie massieren, sie helfen ein Verständnis dafür zu bekommen, was es heißt sein Steißbein zu bewegen und sie bringen Vielfalt in die Übungen.
Wenige Sitzungen reichen, um ein Basisprogramm zu lernen, etwa 4-5 Übungen. Eine Milderung der Schmerzen kann schon bald eintreten. Ein gewisses Übungsprogramm sollte von den Klienten regelmäßig zu Hause ausgeführt werden. Der Zeitraum variiert von Person zu Person.

*Diese Methode ersetzt nicht den Arztbesuch bei dem abgeklärt werden sollte ob entzündliche, bakterielle oder carcinogne Prozesse den Schmerz verursachen, und deshalb eine andere Behandlung erforderlich ist.

Rückmeldung

  • Dank dieses Vorgehens habe ich das Körperbewusstsein meines Beckens erweitert und meine Schmerzen sind fast ganz verschwunden.

    Ich kenne Frau Wiethaler aus einer WhatsApp Gruppe an der wir beide teilnehmen.
    Ich bin ein Mann, 40 Jahre alt, und leide seit circa 15 Jahren an Beckenbodenschmerz. Er ist nach einem Sturz beim Skifahren aufgetreten, wobei ich mir wahrscheinlich das Steißbein gebrochen habe.
    Im Laufe der Jahre habe ich viele Ansätze und nicht immer effiziente Therapien versucht.
    Ich habe drei Sitzungen Beckenbodenübungen bei Frau Wiethaler gemacht, sie waren eine große Hilfe für mich. Dank dieses Vorgehens habe ich das Körperbewusstsein meines Beckens erweitert und meine Schmerzen sind fast ganz verschwunden.
    Ich empfehle jedem der ähnliche Probleme hat, diese Übungen zu versuchen. Sie bringen ohne pharmazeutische Mittel eine andauernde Linderung, und emöglichen einen aktive Beteiligung am perönlichen Gesundheitszustand.

    Dank dieses Vorgehens habe ich das Körperbewusstsein meines Beckens erweitert und meine Schmerzen sind fast ganz verschwunden.
    ~ Erik Zunino
  • Heute lebe ich gelassener, ich bin vertrauter mit meinem Beckenboden und vor allem habe ich nicht mehr dieses Leid, das mir fast den Lebensmut  genommen hat.

    Mein Name ist Ada, ich bin 63 Jahre alt,  mir wurde eine interstitielle Blasenentzündung diagnostiziert. Das ist eine chronische, degenerative Krankheit der Innenwände der Blase. Mir ist es schon lange schlecht gegangen, aber ich habe gezögert zu einem Urologen zu gehen, denn was mir vorgeschlagen wurde, war eine Zystoskopie machen zu lassen. Ich hatte Angst davor. Als ich es vor allem wegen der Schmerzen nicht mehr aushalten konnte, ließ ich schließlich eine Zystoskopie machen, bei der  die vermutete Diagnose festgestellt wurde.

    Die interstitielle Blasenentzündung ist eine Krankheit, die das Leben der Person stark beeinträchtigt. Über Jahre hinweg habe ich mich wie ein Hund an einer zu kurzen Leine gefühlt: ich konnte nicht aus dem Haus gehen, denn nach ungefähr 100 Metern bekam ich den Stimulus zur Toilette gehen zu müssen.  Während meiner Studien- und Arbeitsjahre kannte ich mehrere Orte an denen ich unterwegs eventuel zur Toilette gehen konnte. Es war unmöglich lange im Büro zu sitzen, denn ich hatte Schmerzen. Die Arbeitssitzungen verbrachte ich stehend.

    Die wichtigsten Symptome dieser Krankheit ist die Frequenz: eine Person geht von 30 – 40 Mahl täglich zur Toilette, manchmal auch 50;  die Dringlichkeit: wenn der Stimulus kommt, muss die Person unbedingt zur Toilette sonst riskiert sie eine Inkontinenzepisode (Urge Inkontinenz), und schließlich die Schmerzen. Sie ziehen sich durch alle Strukturen des Beckens: die Blase, die Vulva, die Klitoris, der Anus. Es ist ein brennender, stechender und spasmischer Schmerz. Vor allem aber ein Schmerz, der nicht auf die gängigen Schmerzmittel reagiert. In der wissenschaftlichen Literatur spricht man von einer Ähnlichkeit zum Krebsschmerz.

    In diesem Zustand habe ich Veronika in Genua aufgesucht, nachdem ich ihr Buch gekauft hatte und auf ihre Methode neugierig geworden war.

    Es war mir an diesem Tag nicht bewusst, wieviel Reichtum mir Veronika geschenkt hatte, sowohl auf humaner als auch professioneller Ebene. Es ging mir sehr schlecht und sie brachte mir Übungen bei, die mir halfen langsam den Beckenboden zu entspannen. Ich habe vor allem gelernt wie man die Übungen macht, langsam und nicht automatisch. Man begleitet die Bewegungen mit dem Bewusstsein und lenkt die Aufmerksamkeit während der Übungen auf den Beckenboden, und spürt dabei wie sich das Gewebe verhält. Innere Bilder und Vorstellungshilfen machen die Übungen einfacher und effektiver.

    Auf diese Weise entspannt sich der Beckenboden nach und nach. Es ist aber auch Motivation und Konstanz erforderlich, und schließlich wird man belohnt.

    Vor dem Beginn der Übungsreihe hatte ich eine Ekografie machen lassen, die einen Hypertonus und einen engen Winkel der Schlinge des Muscolus Puborectalis diagnostizierte. Nach einem Monat regelmäßigen Übens habe ich die Ekografie wiederholt. Der Urologe war sehr zufrieden, denn der Beckenboden war gelöster und die Schlinge weiter, ein Zeichen, dass der Puborectalis sich entspannt hatte. Ich dachte, ja das ist mein Verdienst, aber es ist auch der Veronikas’.

    Heute lebe ich gelassener, ich bin vertrauter mit meinem Beckenboden und vor allem habe ich nicht mehr dieses Leid, das mir fast den Lebensmut  genommen hat. Die Suizidrate unter den Frauen, die an interstitieller Balsenentzündung leiden ist höher als unter dem Rest der weiblichen Bevölkerung.

    ~ Ada
  •  Ich finde diese Methode unbedingt empfehlenswert.

    Da ich mit der Methode eine mehrjährige Erfahrung habe, kann ich bestätigen,  dass es eine einfache aber sehr effektive Methode ist, um dem unangenehmen und einschränkenden Problem der Inkontinenz vorzubeugen oder entgegenzuwirken.

    Die einfachen und angenehmen Übungen beziehen den ganzen Körper mit ein.  Deshalb schöpft man ein allgemeines Wohlbefinden aus dem Unterricht und eine starke Tonifikation des Beckenbodens.  Ich finde diese Methode unbedingt empfehlenswert.

    ~ Bianca Aimi